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Die Online-Präsentation unserer Kirchenbücher über das Kirchenbuchportal Archion

 

Am 20. März diesen Jahres ging Archion in den Livebetrieb. Geplant wurde das Kirchenbuchportal vom Verband kirchlicher Archive in der EKD. Die evangelischen Landeskirchen in Anhalt, Baden, Bayern, Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Hannover, Hessen und Nassau, Kurhessen-Waldeck, Nordkirche, Pfalz, Westfalen und Württemberg beteiligen sich derzeit daran. Weitere Landeskirchen werden folgen, außerdem auch verschiedene Landes- und Stadtarchive. Auch für die katholischen Diözesanarchive ist das Portal offen. Die Nutzung des Portals ist gebührenpflichtig, um zumindest einen Teil der entstehenden Kosten zu refinanzieren. Archion hat jetzt schon über vier Millionen Digitalisate online. Kontinuierlich werden weitere Kirchenbücher auf das Portal aufgespielt. Von den evangelischen württembergischen Kirchenbüchern sind vor allem diejenigen der Kirchenbezirke Besigheim, Brackenheim und Tübingen so gut wie flächendeckend einsehbar. Die Digitalisate der Kirchenbezirke von Balingen, Blaufelden, Böblingen, Heidenheim, Künzelsau, Leonberg, Ludwigsburg, Marbach, Mühlacker, Münsingen und Ulm wurden ebenfalls bereits an Archion übergeben. Allerdings braucht das Aufspielen auch Zeit, zumal ja von allen Landeskirchen Digitalisate sukzessive eingestellt werden und davor noch ein weiterer Verarbeitungsschritt erfolgt. Nach dem derzeitigen Stand der Planung werden die Digitalisate der Kirchenbücher folgender Kirchenbezirke in den nächsten drei Monaten ebenfalls an das Kirchenbuchportal abgeliefert: Aalen Backnang, Biberach, Herrenberg, Kirchheim, Öhringen, Ravensburg Schwäbisch Gmünd, Schwäbisch Hall, Waiblingen, Weinsberg, außerdem ein Teil der von uns verwahrten Kirchenbücher aus den ehemaligen deutschen Siedlungsgebieten in Serbien (Donauschwaben) und in der Slowakei. Ende 2015 werden vermutlich etwa 50 % unserer historischen Kirchenbücher bei Archion einsehbar sein. Noch im Laufe des Jahres 2016 ist mit der vollständigen Präsentation dieser Quelle auf dem Kirchenbuchportal zu rechnen.

Manchmal werden wir gefragt, warum die Kirchenbuchdigitalisate denn nicht schneller bereitgestellt werden. Diese Fragen sind verständlich, denn selbstverständlich warten die Familienforscher und -forscherinnen brennend darauf, ihre Vorfahren nun bequem am heimischen PC erforschen zu können! Dabei muss man jedoch bedenken, dass die Digitalisierungsdienstleister auch nicht zaubern können. Die Digitalisierung muss koordiniert und technisch durchgeführt werden. Mit dem Digitalisieren ist es auch nicht getan. Die Bilder müssen eindeutig benannt werden. Die Digitalisate müssen von uns in einem zweiten Schritt auf Vollständigkeit und Qualität geprüft werden. Außerdem erfolgt auch noch ein weiterer Überarbeitungsschritt in unserem Hause. Bevor die großen Datenmengen dann an Archion geliefert werden, müssen sie, um einen möglichen Verlust zu verhindern, nochmals an einen anderen Ort gespeichert werden.

Wir sind zuversichtlich, dass die historischen evangelischen württembergischen Kirchenbücher im Lauf des kommenden Jahres vollständig online einsehbar sein werden können, und wir freuen uns darauf. Diese bequeme Einsichtnahme in die Originalquellen mit den Lebenseckdaten zur Bevölkerung Württembergs seit 1558 bedeutet eine große Erleichterung für unsere Nutzer, die bislang auf den Zugriff über die Mikrofilme angewiesen waren, was bedingt durch Anreise und Terminvereinbarungen doch mit erheblichen Unannehmlichkeiten verbunden war.